Mein Kind leidet an Husten, wie kann ich ihm helfen?
Wenn ihr Kind unter 2 Jahre ist, sollten Sie immer zum Kinderarzt gehen. Bei älteren Kindern steht ebenfalls ein Arztbesuch an, wenn es länger als 1 Woche hustet oder noch weitere Symptome wie Fieber, grünlich gelber Auswurf, Atemnot oder Halsschmerzen hat.
Liegt ein harmloser Erkältungshusten vor sollte man unterscheiden ob es sich um verschleimten oder trockenen Husten handelt. Bildet sich Schleim führt das oft zu einem lockeren, feuchten bis rasselndem Husten. Bei trockenem Reizhusten sind die Bronchien trocken und gereizt.. Symptome sind ein rauer Hals und Dauerhusten, auch in der Nacht. Oft sind die Schleimhäute noch Wochen überempfindlich. Das Kind sollte mehr als sonst trinken, kohlensäurefreies Mineralwasser oder mit Honig gesüßte Hustentees.
Bei trockenem Reizhusten lindern pflanzliche Mittel wie Malve, Eibisch, Spitzwegerich, Wollblume und Isländisch Moos. Sie überziehen die Schleimhaut von Rachen und Kehlkopf mit einer reizlindernden Schicht. Pastillen lutschen ( frühestens ab 4 Jahren) und inhalieren befeuchten ebenfalls die Schleimhäute.
Bei verschleimten Husten können Zubereitungen mit Ambroxol oder Acetylcystein helfen, außerdem auch viele pflanzliche Mittel mit ätherischen Ölen aus Thymian, Fichtennadeln oder Anis und Saponinen aus Efeu und Primelwurzel. Sie sorgen dafür, dass der Schleim nicht so stark an den Bronchien klebt, wirken leicht antibakteriell und entkrampfen die Atemwege. Sie sind in Form von Säften, Tropfen , Inhalaten oder Einreibungen erhältlich.
Achten Sie darauf, dass bei Babys und Kleinkindern niemals kampfer- oder mentholhaltige Zubereitungen verwendet werden, denn diese können einen Atemkrampf auslösen.


