Was kann ich gegen Einschlafprobleme tun?
Eine Schlafstörung liegt vor, wenn der Nachtschlaf nicht die nötige Erholung bringt. Der Betroffene fühlt sich tagsüber müde, gereizt, kann sich schlecht konzentrieren und reagiert oft empfindlich auf Genussmittel wie Coffein, Nicotin und Alkohol.
Um die Ursachen für die Schlafstörug herauszufinden, sollte man einen Blick auf die Gewohnheiten der Patienten, die Einnahme von Medikamenten und Vorerkrankungen werfen.
Aufschlussreich ist auch die Frage nach beruflichen und privaten Konflikten.
Wenn soweit keine Erkrankungen nachweisbar sind, liegt eine primäre Schlafstörung vor. Erste Hilfe bieten hier die Regeln der Schlafhygiene.
- Regelmässige Schlafzeiten und Einschlafrituale nutzen
- Das Abendessen früher einnehmen und dabei Coffein und Alkohol meiden
- Stressursachen abbauen und Konflikte lösen (in der Familie wie im Job)
- Matratze und Bettzeug inklusive Kissen optimieren
- Bei schnarchendem Partner getrennt schlafen
Ist damit keine Besserung zu erreichen, ist der nächste Schritt der Verhaltenstherapie, in der der Patient unter professioneller Anleitung, wie er schlafstörendes Verhalten ausschalten und schlafförderndes, einüben kann.
Als Soforthilfe kann man in einer kurzfristigen Ausnahmesituation wie einer anstehenden Operation oder einem Todesfall sog. Hypnotika (Schlafmittel) einnehmen.
Hier gilt es zwischen pflanzlichen und chemischen Wirkstoffen zu unterscheiden und genau abzugrenzen, ob es sich um Ein- / Durchschlafstörungen oder einer Kombination von beiden handelt.Die Anwwendung sollte auf zwei Wochen begrenzt werden, denn Schlafmittel führen zur Gewöhnung und psychischer Abhängigkeit.


