OTRIVEN

Beschreibung

HERSTELLER: NOVARTIS PHARMA GMBH
PZN : 1379071
Menge: 10 ml ATR
UVP: 11,66 €

Inhalt:
10 ML

Name des Herstellers:
Novartis Pharma GmbH

Indikation:
  • Symptomatische Therapie von nicht-erregerbedingten Bindehautentzündungen des Auges


Kontraindikation:
  • Darf nicht angewendet werden:
    • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Xylometazolinhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile sind
    • bei Engwinkelglaukom
    • bei Kindern unter 12 Jahren


Dosierung:
  • Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren:
    • 2-3mal täglich 1 Tropfen
    • Eine Anwendung über mehr als 5 Tage darf nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen
  • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben als Sie sollten:
    • Zeichen einer Überdosierung am Auge sind weite Pupillen.
    • Eventuell treten in milder Form Zeichen wie bei einem Verschlucken von Otriven auf. Bei Verschlucken der Flüssigkeit können folgende Krankheitszeichen auftreten: Übelkeit, Zyanose (bläuliche Haut durch verminderten Sauerstoffgehalt des Blutes), Fieber, Krämpfe, erhöhter und unregelmäßiger Herzschlag, Herzstillstand, Bluthochdruck, Lungenödem (vermehrtes Gewebswasser in der Lunge), Atemstörungen und psychische Störungen, unter Umständen auch Hemmung zentralnervöser Funktionen mit Schläfrigkeit, Erniedrigung der Körpertemperatur, zu langsamer Herzschlag, schockähnlicher Blutdruckabfall, Atemstillstand und Koma (tiefe Bewusstlosigkeit)
  • Wenn Sie die Anwendung vergessen haben
    • Wurde die Anwendung vergessen, holen Sie diese so bald wie möglich nach und halten Sie sich dann wieder an Ihr reguläres Dosierschema


Nebenwirkungen:
  • Bindehautreizung (Augenrötung mit Tränen und Lichtempfindlichkeit)
  • Häufig (1-10 Behandelte von 100):
    • Übertritt der Augentropfen in den Körperkreislauf, was zu Herzklopfen, Kopfschmerzen, Zittern besonders an den Händen (Tremor), Schwäche, Schwitzen und Blutdruckanstieg führen kann
  • Sehr selten (weniger als 1 Behandelter von 10.000):
    • Verschwommenes Sehen
    • Blendung durch erweiterte Pupillen (Mydriasis)
    • Kopfschmerzen
    • Schlaflosigkeit
    • Müdigkeit


Patientenhinweise:

Sie dürfen das Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt anwenden bei:

  • Schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. koronarer Herzkrankheit, Bluthochdruck oder Phäochromozytom)
  • Stoffwechselstörungen, z. B. Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose) oder Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • Behandlung mit möglicherweise blutdrucksteigernden Medikamenten (z. B. MAO-Hemmern)
  • Trockener Nasenschleimhautentzündung (Rhinitis sicca)
  • „Trockenem Auge" (Keratokonjunktivitis sicca)
  • Glaukom


Beachten Sie bitte, dass eine Augenreizung oder Augenrötung häufig ein Zeichen für eine ernste Augenerkrankung ist und Sie daher einen Augenarzt befragen sollten. Suchen Sie sofort den nächsten erreichbaren Augenarzt auf, wenn:

  • die Augenrötung akut oder einseitig auftritt
  • zu Ihren jetzigen Beschwerden Augen- oder Kopfschmerzen hinzukommen
  • Sie eine Sehverschlechterung oder fliegende Punkte vor den Augen bemerken

Die Augentropfen dürfen bei Engwinkelglaukom nicht angewendet werden. Bei anderen Glaukomformen darf die Anwendung nur mit besonderer Vorsicht und unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.

Anwendung nur mit Vorsicht bei Patienten mit Harnverhaltung (z. B. bei Prostatahypertrophie) und Patienten, die mit anderen sympathomimetischen Arzneimitteln behandelt werden.

Arzneimittel darf nicht geschluckt werden und ist deshalb für Kinder unerreichbar aufzubewahren.

Hinweise für Kontaktlinsenträger: Vermeiden Sie den Kontakt mit weichen Kontaktlinsen. Kontaktlinsen müssen Sie vor der Anwendung entfernen und dürfen diese frühestens 15 Minuten nach der Anwendung wieder einsetzen.

Langfristige Anwendung und Überdosierung, vor allem bei Kindern, sind zu vermeiden. Die Anwendung bei Kindern über 12 Jahren und bei höherer Dosierung darf daher nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.

Sehr selten kann es zu verschwommenem Sehen und Blendung kommen. Sie können dann auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren. Fahren Sie deshalb unter Anwendung der Augentropfen nicht Auto oder andere Fahrzeuge! Bedienen Sie keine elektrischen Werkzeuge oder Maschinen! Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt!



Schwangerschaft:

Soll in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, da nur unzureichende Erkenntnisse über die Wirkung auf das ungeborene Kind vorliegen. Eine Anwendung in der Stillzeit sollte unterbleiben, da nicht bekannt ist, ob der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht.



Hinweise zur Einnahme:
  • Bringen Sie die Tropferspitze nicht mit dem Auge oder der umgebenden Gesichtshaut in Berührung, um eine Kontamination zu vermeiden
  • Die Aufnahme des Wirkstoffes in den Körper (systemische Resorption) kann durch den Verschluss des Tränennasenganges (Fingerdruck auf den inneren Lidrandwinkel) nach der Anwendung vermindert werden. Dies kann zur Herabsetzung der systemischen Nebenwirkungen und einer Steigerung der lokalen Wirkung führen.

 



Wechselwirkungen:
  • Die blutdrucksteigernde Wirkung von MAO-Hemmern und trizyklischen Antidepressiva kann verstärkt werden. Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.
  • Falls Sie zusätzlich andere Augentropfen/Augensalben anwenden, sollte ein zeitlicher Abstand von mindestens 15 Minuten eingehalten werden.


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