REKAWAN
Beschreibung
PZN : 2297286
Menge: 50 St FTA
UVP: 8,48
Inhalt:
50 ST
Name des Herstellers:
Riemser Arzneim AG
Indikation:
Zur Kaliumsubstitution bei:
- ausgeprägtem Kaliummangel (Kaliumblutspiegel unter 3,2 mmol/l), insbesondere bei gleichzeitig bestehender stoffwechselbedingter Untersäuerung des Blutes (metabolischer Alkalose).
Kontraindikation:
Die Tabletten dürfen nicht angewendet werden bei Krankheiten, die häufig mit einem erhöhten Kaliumblutspiegel verbunden sind:
- Zustände mit Verringerung des Gesamtkörperwassers (Dehydratation)
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Unzureichende Produktion von Nebennierenrindenhormonen (Morbus Addison)
- Familiäre periodische Lähmung mit erhöhtem Kaliumblutspiegel (Adynamia episodica hereditaria)
- Sichelzellanämie
Dosierung:
Prinzipiell richtet sich die Dosierung nach dem zu ersetzenden Defizit. Soweit nicht anders verordnet:
3-4x täglich 1 Tablette mit veränderter Wirkstoff-Freisetzung (= 3-4 x 13,4 mmol Kalium) während oder
nach den Mahlzeiten einnehmen.
Behandlungsdauer:
Die Dauer der Anwendung richtet sich nach dem Krankheitsbild und wird vom Arzt bestimmt.
Nebenwirkungen:
Bei der Behandlung kann es zu Ulzerationen oder Blutungen der Magen-Darm-Schleimhaut kommen. Diese können sich durch starke Schmerzen im Oberbauch zeigen; die Behandlung ist dann sofort abzubrechen.
Aufstoßen, Sodbrennen, Blähungen, Leibschmerzen und Durchfälle wurden ebenfalls beschrieben.
Patientenhinweise:
Vor der Anwendung sind der Elektrolyt- und Säurebasenstatus, der Herzrhythmus und besonders bei älteren Patienten die Nierenfunktion zu kontrollieren. Diese Kontrollen sollten während der Anwendung zunächst in kürzeren, später in längeren Intervallen erfolgen.
Durch Wechselwirkungen mit anderen Mitteln sowie durch plötzlich auftretende Übersäuerungen des Blutes (Azidose), akute Einschränkung der Nierenfunktion oder andere Zustände kann es unter Einnahme des Arzneimittels zu einer unerwünschten Erhöhung des Kaliumblutspiegels kommen.
Bei Beeinträchtigungen der Speiseröhren- bzw. Magen-Darm-Passage oder bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die die Peristaltik negativ beeinflussen, sollte auf ein flüssig einzunehmendes Kaliumpräparat ausgewichen werden.
Eine Hyperkaliämie kann durch parenterale Verabreichung von 10%igem Calciumglukonat, durch Infusion einer 10-25%-igen Glukoselösung zusammen mit Insulin (10 I.E./ 20g Glukose) in einer Menge von 300-500 ml/Std. oder durch orale Zufuhr bzw. Einläufe mit Ionenaustauschern behandelt werden. Unter Umständen ist eine rasche Hämodialyse lebensrettend.
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren!
Schwangerschaft:
Hinweise auf schädliche Wirkungen während der Schwangerschaft und in der Stillzeit sind nicht bekannt.
Hinweise zur Einnahme:
Tabletten sind unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit während oder nach der Mahlzeit einzunehmen.
Die Einnahme sollte nicht im Liegen erfolgen.
Wechselwirkungen:
Das Arzneimittel sollte nur mit Vorsicht angewendet werden bei gleichzeitiger Therapie mit Kalium-sparenden Diuretika, Aldosteronantagonisten, ACE-Hemmern, nicht-steroidalen Antiphlogistika und peripher wirkenden Schmerzmitteln, da durch diese Medikamente die Kaliumausscheidung über die Niere vermindert wird (siehe auch unter Nebenwirkungen).
Erhöhte Kaliumblutspiegel vermindern die Wirkung von Herzglykosiden. Ein zu niedriger Kaliumblutspiegel verstärkt die unerwünschten Wirkungen von Herzglykosiden.
Anticholinergika hemmen die Darmtätigkeit und erhöhen bei gleichzeitiger Anwendung das Risiko von Nebenwirkungen im Magen-Darm-Bereich.
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